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Am heutigen Nachmittag durfte ich auf Einladung von Kay Lehmann, Chefredakteur bei saxxess.com einen Vortrag zum Thema “Erfahrungen beim Einsatz von Wikis, Blogs & Co. für das Wissensmanagement in Unternehmen” halten. Vielen Dank für die Einladung. An dieser Stelle nun die Präsentation für Interessenten und eine kurze Nachlese zur Veranstaltung:

Die Veranstaltung “Wissensmanagement im Unternehmen – Finden was man sucht” war mit ca. 100 Besuchern sehr gut besucht, ganz zur Freude der Veranstalter von saxxess.com und Bildungswerk der sächsischen Wirtschaft, dem Kompetenzzentrum com.pas und den Förderern vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit.

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Social Software nimmt mehr und mehr Einzug in den Unternehmen. So zeigt eine aktuelle Studie von Bitkom und Oracle auf, dass schon mehr als die Hälfte aller Unternehmen auf Blogs, Wikis und Soziale Netzwerke setzen. Die Computerwoche berichtete hier. Dazu zählen sicherlich auch noch die zaghaften Versuch im Experimentierstadium – aber zunehmend werden Web 2.0 Technologien zur Basis von Intranet-Portalen und verdrängen klassische Content Management Systeme und Portalprodukte aus ihren angstammten Domänen.

Intranet 2.0 Dienste

Vor einigen Wochen haben wir hier in unserem Blog und auf der Cebit vorgestellt, welche Services aus unserer Sicht Bestandteil eines Intranet 2.0 sein sollten. Diese sind – allesamt – auch mit CMS und Portalsoftware umsetzbar, ggf. erweitert um einige kollaborative Features. Die Projektpraxis zeigt aber, dass Intranet-Projekte in denjenigen Unternehmen, die beim Intranet neue Wege gehen und konsequent auf Social Software setzen schneller ans Ziel kommen. Besonders hervorzuheben ist dabei der Ansatz, ein Intranet auf Wiki-Basis aufzusetzen. Nicht nur für uns als Partner der Firma Atlassian sondern für immer mehr Unternehmen ist dabei Atlassian Confluence die erste Wahl.

Warum ist das so? Das Geheimnis liegt aus unserer Sicht in einer optmialen Kombination aus Web 2.0 Services, die im Intranet gebraucht werden, der Dynamik einer lebendigen Community und einem Mindestmaß an professionellem Support durch den Hersteller und die Partner:

Web Publikation – zentral und dezentral

Das Anlegen und Verlinken von Webseiten zum Publizieren wichtiger Unternehmensinformationen ist denkbar einfach. Aufwändige Redaktionsinterfaces werden nicht benötigt. Die Strukturierung von Texten und die Einbindung multimedialer Inhalte ist in ausreichender Weise möglich. Die nachvollziehbare Versionierung von Änderungen ist eine einfach nutzbare Standardfunktionalität. Obwohl Offenheit nun eher dem Zeitgeist entspricht als Geheimniskrämerei bietet Confluence eine Authentifikation (auch gegen LDAP und Active Directory) und einen verständlichen Zugriffsschutz für wirklich vertrauliches.

Blogging – für jedermann jederzeit möglich

Als Wikisystem bietet Confluence ein eher minimalistisches Blogging-Paket unter dem Namen “News”, zumal wenn man von Wordpress verwöhnt worden ist. Aber dafür hat jeder Inhaltsbereich automatisch einen sofort nutzbaren Blog, der ohne Einrichtungsaufwand genutzt werden kann. Über Plugins oder kleiner Anpassungen kann das Blogging erweitert werden, um höhere Ansprüche zu befriedigen. Spannend ist vor allem auch, wie Blogs das Berichtswesen im Unternehmen verändert.

Wissensmanagement – Wikis für alle

Schlechte Zeiten für Administratoren und Dienstleister brechen an. Ist Confluence einmal im Hause, dann werden erstere nicht mehr benötigt, wenn für das Wissensmanagement oder auch nur für die Projektdokumentation ein Wiki benötigt wird. Ohne (u.U. geheime) Installation eines Servers kann ein neues Wiki (als Bereich) in Confluence jederzeit angelegt werden. Dies ist der Kern von Confluence. Hervorzuheben ist neben der üblichen Versionierung dabei vor allem die hierarchische Strukturierbarkeit von Wikiseiten, das durchgängige Tagging und (falls nötig) auch der Zugriffsschutz. Nichtzuletzt kann an jede Seite eine Menge von Dokumenten angehängt werden. Das ist nicht gerade ein DMS, aber für den Wiki-Einsatz allemal geeignet.

Soziale Netzwerke – der Mitarbeiter im Mittelpunkt

Es gibt nichts spannenderes, als nach dem Start eines Confluence-Projekte zu beobachten, wie die persönlichen Seiten aktiver Benutzer aus dem Boden schießen. Durch die Erweiterbarkeit von Wikiseiten mit Plugins sind hier der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. An dieser Stelle sollte man nicht beschränken, sondern von den Kollegen lernen! Die persönliche Seite (angereichtert um Visitenkarte, Tagcloud, Bookmarks und Blog) ist das Aushängeschild des Mitarbeiters im Intranet und sein eigenes Publikationsmedium. Damit und über die integrierte Kontaktfunktion unterstützt Confluence aktiv die Vernetzung im Unternehmen.

Personalisierung – Widerstand gegen den Information overload

In diesem Bereich ist das Web 2.0 noch ganz am Anfang. Confluence bietet mit dem RSS-Builder eine pragmatische Lösung für die Zusammenstellung eines Newsfeeds, der die eigenen Interessen abdeckt. Hier erwarten wir aber noch mehr von den Entwicklungsteams!

Integration von Applikationen – Mashup mit Prozessen

Hier haben sicherlich die Portalanbieter die Nase vorn. Doch gerade im Web 2.0 Zeitalter kommen wir ab von der Strategie einer homogenen Technologieplattform und wenden uns der leichtgewichtigen Integration von best-of-breed Ansätzen über Mashups zu. Die Plugin-Interfaces von Confluence bieten hier weitreichende Möglichkeiten. Davon macht vor allem auch die stetig wachsende Entwickler-Community Gebrauch. Das Angebot an nützlichen und frei verfügbaren Add-ons ist reichhaltig. In manchen Projekten wetteifern Endbenutzer und Entwickler regelrecht um die besten und schnellsten Lösungen – hier verschieben sich die Rollen gewaltig – es gilt eine tragbare Governance zu definieren und zu leben, die Stabilität sicherstellt und gleichzeitig die Innovation (i.S. einer “perpetual beta”) nicht behindert.

“Enterprise” Wiki Software – das Premium zum Wiki-Ansatz

Was macht Confluence zur “Enterprise”-Wiki Software? Aus unserer Sicht sind das drei Dinge:

  • Atlassian und seine Partner stehen für Investitionssicherheit, kontinuierliche Innovation und Weiterentwicklung und professionellen Support.
  • Confluence kann als stabile und skalierbare Plattform für den firmenweiten Einsatz aufgesetzt werden und ersetzt eine Vielzahl von Insellösungen – zu vertretbaren Einstiegs- und Folgekosten.
  • das Plugin-Interface ermöglicht eine spezifische Anpassbarkeit und Erweiterbarkeit der Lösung unter Einbeziehung vorhandener kostenfreier Angebote.

In diesem Beitrag ist sicherlich ein gewisses Maß an Beigeisterung von Softwerkern für eine innovative Technologie, ein “Tool”, eingeflossen. Die größte Begeisterung jedoch entsteht, wenn man in den Tagen nach dem Start im Dashboard unter “Zuletzt geändert” beobachtet, welche Eigendynamik die Mitarbeiter bei der Gestaltung von Inhalten im Wiki an den Tag legen.

In Folgebeiträgen soll eine Intranet 2.0 Artikelreihe entstehen, in der wir vorstellen wollen, wie einzelne Aspekte des Intranet 2.0 mit Confluence und anderen Werkzeugen ausgestaltet werden können. Fortsetzung folgt.

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Bei der Einführung von Wissensmanagement in Unternehmen wurden in der letzten Jahren vor allem kulturelle Aspekte, Geschäftsprozesse und umfassende, meist zentralisierte, IT-Lösungen für den Aufbau unternehmens- oder zumindest fachbereichsweiter Wissensdatenbanken in den Mittelpunkt der Aktivitäten gestellt. Der einzelne Mitarbeiter wurde vor allem als Quelle von Wissen betrachtet, welches er zur Wissensbasis beitragen sollte, wobei oftmals ein strenger Qualitätssicherungsprozess vor dem Veröffentlichen eines Eintrags in der Wissensbasis stand. Als Gegenwert stand das Angebot, die Wissensbasis auch für die eigenen Zwecke nutzen zu dürfen. Im Nachhinein betrachtet ist es wenig verwunderlich, dass das 90-9-1 Phänomen nach Nielsen hier seine Wirkung im negativen Sinne entfaltet hat und dadurch die eher eingeschränkte Beteiligung an der Inhaltsproduktion zum Scheitern vieler Systeme an der notwendigen kritischen Masse geführt hat.

Bei der Betrachtung des organisationen Wissensmanagements wurden die Bedürfnisse des Wissensarbeiters an sich oftmals schlicht vergessen. Nichtzuletzt deshalb wird derzeit verstärkt über das “persönliche” Wissensmanagement diskutiert, wie z.B. in unserem Vortrag auf dem Barcamp in Jena und in diesem Weblog. Von der überbetont unternehmensweiten Perspektive wird also zu einer betont persönlichen Perspektive übergegangen.

Ein möglicher Lösungsansatz für das persönliche Wissensmanagement besteht in der Nutzung von Weblogs. In ihrer Grundform als einfaches, chronologisches Internet-Tagebuch einer Person stellt es eine besonders persönliche Form der Online-Kommunikation dar. Jochen Robes schreibt in seinem Blog ausführlich darüber, auf welche Weise Wissensarbeiter Weblogs einsetzen können. Ich möchte an dieser stelle beleuchten, worin nun der Unterschied zwischem “klassischen” Wissensdatenbanken und dem Einsatz von Weblogs im Unternehmen liegt?

1. Persönliches Interesse als primäre Motivation des Autors

Während bei klassischen Wissensdatenbanken Inhalte eher nach einer zentralen Vorgabe i.S.e. betrieblichen Anforderung erstellt wurden, wird ein bloggender Mitarbeiter sich vor allem Themen widmen, die aus seiner ganz spezifischen Tätigkeit stammen, denen er sich für eine gerade aktuelle Problemstellung widmet oder für die ganz allgemein sein Interesse gefunden haben. Durch die persönliche Note gewinnen Blogbeiträge eine hohe Authentizität – und die Persönlichkeit des Autors wird durch die Blogbeiträge im Unternehmen geprägt und bekannt.

2. Individuelle Formate

Zentrale Wissensdatenbanken enthalten oftmals gut strukturierte Dokumentationen von Fakten, Quellen und Vorgehensweisen oder Best Practices. Demgegenüber sind Weblogs eher von Mikroartikeln über persönliche Erkenntnisse und Erfahrungen, aber auch von Meinungen und Thesen geprägt, die über das Weblog zur Diskussion gestellt werden. Manche Blogger nutzen Weblogs auch, um ihre eigenen Erkenntnisse geeignet zu strukturieren und zu dokumentieren.

3.  Feedback als Qualitätssicherung

Anstelle von Reviews und Freigabeprozessen steht bei Weblogs das Feedback der Leser im Mittelpunkt. In seinem Weblog kann ein Autor alles veröffentlichen, egal ob frühreif oder fundiert. Einmal publiziert ist der Inhalt dann einem mitunter schonungslosen Diskurs ausgesetzt, wobei eine Bewertung nicht durch zentrale Prüfungen sondern über das Leseverhalten, Ratings und Kommentare der Leser erfolgt.

4. Vernetzung

Die Blogosphäre lebt im Internet wie im Intranet von der Vernetzung von Blogbeiträgen über Hyperlinks und Kommentare, wobei an beidem in der Regel mehrere Personen mitwirken und nicht nur eine einmalige Verlinkung und Verschlagwortung vorgenommen wird. Rund um die Blogbeiträge und Kommentare bildet sich eine Blogger-Community, die zur Vernetzung im Unternehmen beiträgt, einem der wichtigsten Aspekte im firmenweiten Wissensmanagement überhaupt.

5. Einfache technologisch Basis

Während für sog. Wissensmanagementsysteme oft in umfangreichen Projekten komplexe Plattformen entwickelt und zentral bereitsgestellt wurden, können Weblogs relativ schnell und kostengünstig bereitgestellt werden, z.B. unter Einsatz von Wordpress, welches auch diesem Blog als Basis dient. Für einen umfassenden Einsatz im Unternehmen ist jedoch sehr zu empfehlen, aus Gründen der Sicherheit, Stabilität, Wartbarkeit und Skalierbarkeit Weblogs als zentalen Service im Unternehmensintranet anzubieten. Neben den bekannten Open Source Werkzeugen bietet sich dabei vor allem auch der Einsatz von Plattformen wie Atlassian Confluence und Microsoft Sharepoint an, die über praxistaugliche Blogging-Funktionen für den Unternehmenseinsatz verfügen. (Disclaimer: Wir bei Communardo beschäftigen uns u.a. genau mit diesen Dingen und werden dazu an dieser Stelle weiter berichten.)

5. Die Masse der Blogs schafft die Wissensbasis

Die dezentrale Erzeugung und Publikation von Blogbeiträgen führt zu einer neuen Herausforderung: Wie kann eine Integration in eine organisatorische Wissensbasis oder ein Gesamtüberblick über das gesammelte Erfahrungswissen gelingen. Dazu gibt es verschiedene erste Ansätze die geeignet kombiniert werden müssen:

  • Volltextsuche: Einbindung aller Weblogs in eine einheitliche, firmenweite Volltextsuche als Bestandteil einer zentralen Plattform (wie z.B. Confluence oder Sharepoint) oder als zusätzlicher Dienst
  • Social Bookmarking: Firmeninterne Nutzung eines Dienstes für Online-Lesezeichen, die wie bei del.icio.us von den Mitarbeitern angelegt und mit Schlagworten (engl. tags) charakterisiert werden. Über die Tags können dann Verzeichnisse relevanter Quellen angelegt und Volltext-Recherchen ausgeführt werden.
  • Mash-ups: Unter Verwendung von RSS (ein XML-Protokoll mit dem Namen Real Simple Syndication) können die Inhalte der Blogs in Intranet-Seiten integriert und mit anderen Inhaltsangeboten geeignet kombiniert werden.

Fazit:

Während zentrale Wissensmanagementsysteme oft aufgezwungen worden sind, kann der firmenweite Einsatz von Weblogs durchaus als befreiend empfunden werden. Aber auch der Umgang mit dieser Freiheit muss erlernt werden. Angefangen von der Kultur des Umgangs mit und der Kommunikation über dieses Medium bis hin zum professionellen Betrieb von unternehmensweiten Blogging-Plattformen.

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km20tools In den folgenden Artikeln unserer Reihe “Wissensmanagement im Enterprise 2.0″ soll die IT im Mittelpunkt stehen. Es geht darum, mit welchen Lösungsansätzen – oder genauer Softwarelösungen – aus dem Web 2.0 das Wissensmanagement in Unternehmen erfolgreicher unterstützt werden kann.

Wir haben dafür 8 Ansätze identifiziert, die allen Web 2.0 Enthusiasten gut bekannt sein werden, die aber in Unternehmen zumindest teilweise erst langsam bekannt werden und zur Anwendung kommen.

Während die folgenden die Ansätze im Detail die Anwendung der Tools für das betriebliche Wissensmanagement beleuchten werden soll dieser Artikel zunächst einen Überblick gewähren.

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  • DirkRoehrborn: Frisch gebloggt: Vortrag, Microblogging im Projektmanagement http://bit.ly/6vLajA This comment was...
  • fwhamm: Der IT-Gipfel 2009 – Hohe Erwartungen von Regierung, Unternehmen und Digital Natives http://bit.ly/5GIHLp...
  • communardo: Frisch gebloggt: @jeos zum 4. IT-Gipfel: Hohe Erwartungen von Regierung, Unternehmen und Digital Natives...
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