Am 24. und 25. Oktober 2012 waren mein Kollege Tino Schmidt, Abteilungsleiter Portal Solutions, und ich gemeinsam als Referenten auf der KnowTech. Das Motto der in diesem Jahr in Stuttgart stattfindenden Veranstaltung lautete: “Neue Horizonte für das Unternehmenswissen – Social Media, Collaboration, Mobility“. Der Slogan ist für mich ein ganz klares Signal für die Konvergenz der Themenfelder Wissensmanagement und Enterprise 2.0! Zunächst möchte ich mich bei Frau Kreisel und Herrn Dr. Weber für die gute Organisation im Vorfeld und während der Tagung bedanken. Auch muss ich vorwegnehmen, dass viele interessante Beiträge häufig parallel stattfanden, sodass ich nur eine gewisse Auswahl an Präsentationen beiwohnen konnte. Eine kurze Vorstellung der Highlights möchte ich nachfolgend vornehmen, weil sie mich inspiriert haben.
Herr Prof. Niemeier eröffnete die Keynote Session als Moderator. Er stellte fest, dass wir mittlerweile die 14. Wissensmanagement-Veranstaltung abhalten und man sich mit 14 Jahren (Wissensmanagement) eigentlich in der Pubertät befindet, sodass Stimmungsschwankungen, neue Begehrlichkeiten und “Abschneiden von alten Zöpfen” durchaus als normal anzusehen sei. Diese Analogie fand ich sehr gut gewählt, beschreibt es doch wie etabliert Wissensmanagement bereits ist und gleichzeitig wie vage verschiedene Aspekte, wie Messbarkeit, Nutzen und Etablierung immer noch sind.
Es gab vier Keynote-Vorträge u. a. mit Dion Hinchliffe, welcher durchaus als Enterprise 2.0 Experte der ersten Stunde bezeichnet werden kann (vgl. FLATNESSES Akronym). Zwei Vorträge waren für mich sehr erhellend: Volker Smid (CEO HP/Vize Präsident Bitkom) “Wissensmanagement als Standortthema” und Dr. Pero Micic (FutureManagementGroup) “Wecken Sie den Zukunftsmanager in Ihnen!”. Der erste Vortrag kam völlig ohne Folien aus. Herr Smid stellte fest, wie wichtig Wissensmanagement sei, um neue Geschäftsfelder zu identifizieren (“Was denkt der Kunde eigentlich über uns?”) und appellierte an die Teilnehmer, Wissensmanagement stärker umsetzungsorientiert zu verstehen (“umsetzen und machen”), in Geschäftsprozesse zu integrieren und Standards zu schaffen. Auch der zweite Vortrag von Hr. Micic schärfte den Blick nach vorn und gab Impulse, Wissensmanagement als Chance zu verstehen, Innovationen bereits heute anzudenken (“Zukunft findet im Kopf statt”). Sein Fokus als Zukunftsmanager lag ganz klar darin, Veränderungen in der Haltung und Einstellung von Wissensarbeitern bewusst zu machen und den permanenten Wandel nicht als Gefahr zu sehen (“In der Komplexität der Moderne bringt uns unser Gehirn immer häufiger in Schwierigkeiten”).
