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Dirk Röhrborn

In den letzten Monaten haben wir bei Communardo viel mit Social Software experimentiert. Wikis, Blogs & Co. spielen sowohl in unseren Kundenprojekten (z.B. zum Intranet 2.0) als auch in unserer eigenen IT-Landschaft eine immer wichtigere Rolle. Gerade in unserer eigenen Praxis im Unternehmen spüren wir einen zunehmenden Drang, den Umgang mit Mikro-Inhalten (Kurznachrichten, Notizen, Hinweisen, Hyperlinks) besser handhabbar zu gestalten. E-Mail, Instant Messaging und persönliche Dateiablagen sind einfach nicht der richtige Ort dafür.

Der Gedanke, Twitter oder einen vergleichbaren Dienst einzusetzen ist ebenso charmant wie unpassend. Während die Stärken von Twitter im Aufbau und der Pflege menschlicher Netzwerke und sicherlich auch im Marketing liegen, so wenig ist es (nach unseren Anforderungen) für den Einsatz im Unternehmen geeignet. Anstelle der auf Personen (“follow”) ausgerichteten Kommunikation geht es uns um themen-orientierte Kommunikation. Eine gewisse Ordnung und Struktur brauchen wir ebenso wie Vertraulichkeit & Zugriffsschutz (thematisch!) und die dauerhafte Speicherung von Inhalten. Alles das vermissen wir bei Twitter schmerzlich und sind auch mit den zusätzlich einsetzbaren Diensten einfach nicht zufrieden.

Aus diesem Grunde hat sich ein Entwicklerteam von Communardo an die Arbeit gemacht, eine eigene Microblogging-Software zu entwickeln. Inspiriert haben uns vor allem erste Tests von Projektblogs auf Basis von WordPress mit dem Prologue Theme und die Möglichkeiten, die uns Ajax & Co. im Frontend und Java im Backend bieten, um eine Kommunikationsplattform zu schaffen, die firmenweites, auf Arbeitsthemen orientiertes Microblogging möglich macht.

Wir sind begeistert von unserem Ergebnis und den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, die z.B. hier und hier und hier diskutiert worden sind. Daher haben wir uns entschlossen, aus den Ergebnissen dieses internen Entwicklungsprojektes nun einen Online-Service aufzubauen – communote.com.

Derzeit arbeiten wir intensiv am Aufbau einer mandantenfähigen Internetplattform und werden in einigen Wochen interessierten Nutzern die Möglichkeit zum Test von communote ermöglichen. Bis dahin besteht die Möglichkeit, sich unter communote.com vormerken zu lassen. In der Zwischenzeit werden wir hier in unserem Blog unter dem Schlagwort ‘communote‘ und via www.twitter.com/communote regelmäßig über Features und Einsatzbereiche berichten. Soviel vorab: Communote vereint viele gute Ideen des Bloggens, Taggens und Filterns. Hier ein erster Eindruck:

Viele Hände helfen mit am Aufbau von communote.com. Daher an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Torsten, Martin, Stefan, Ronny, Markus, Katja, Tobias, Falk, Martin, Jens, René, Niels, Daniela, Sebastian, Ilja und alle die die im Hintergrund dazu beigetragen haben!

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Dirk Röhrborn

Seit einigen Wochen ist das Thema Microblogging im Trend, seit kurzem vor allem dann, wenn es um den Einsatz für Unternehmen geht. Warum jedoch soll dieser meist öffentliche Austausch kurzer Nachrichten im SMS-Format unsere Geschäftswelt revolutionieren?

Die Begeisterung der Web 2.0 Welt für dieses Thema läßt schnell einen neuen Hype vermuten. Kaum vergeht ein Tag, an dem nicht ein neuer Microblogging-Dienst im Internet veröffentlicht wird, zunehmend vor allem auch Dienste für Unternehmen. So hat gerade Yammer.com den TechCrunch50 Award gewonnen. Jeremiah Owyang hat kürzlich eine Übersicht von Twitter-Tools für das Intranet vorgestellt, die durch die Beiträge der Kommentatoren immer länger wird. Bei genauerer Analyse wird deutlich, dass Tools wie Yammer entweder den Grundgedanken von Twitter.com entweder nur kopieren oder zumindest versuchen, für den Unternehmenseinsatz tauglich zu machen.

Was gibt es jedoch für Gründe, an einen nachhaltigen Erfolg von Microblogging in Unternehmen zu glauben?

Für den Erfolg braucht es Verständnis, Einfachheit, Wirtschaftlichkeit und vor allem einen hohen Nutzen:

  • Verständnis: Microblogging ist einfach zu verstehen, den jeder kennt Post-it-Notes, das persönliche Notizbuch oder Kladde und die SMS.
  • Einfachheit: Das Eintippen von wenigen Zeilen Text ist auch für weniger geübte noch zu bewältigen, via Webbrowser oder Smartphone.
  • Wirtschaftlichkeit: Ob Open Source oder Software as a Service, Microblogging Dienste sind schon heute schnell und kostengünstig einsetzbar.
  • Nutzen: “…optimiert die Kommunikation in Unternehmen und in Teams“. Soso ! Das wollten schon viele. Also doch nur ein Hype ?!

Es gilt also, den möglichen Nutzen von Microblogging im Unternehmen näher unter die Lupe zu nehmen. Dazu geben aktuelle Beiträge in der Blogwelt wertvolle Hinweise, z.b. von Joachim Niemeier bei Centrestage.de. Was wird aber nun den Nutzen von Microblogging in Unternehmen ausmachen? Hier meine Version der Argumente:

  • Micromessaging (Kurznachrichten): Microbloggen erleichtert ähnlich dem Instant Messaging die schnelle ad-hoc Kommunikation und sie entlastet die E-Mail, die wieder zum Medium für wichtige, asynchrone Botschaften werden wird. Aber Microblogging muss eben mehr sein, als nur Micromessagging.
  • Awareness / Serendipity (Aufmerksamkeit): Über den kontinuierlich oder in gewissen zeitlichen Abständen beobachtbaren Nachrichtenstrom des Microblogs gelingt es, den Überblick über eine Vielzahl von Aktivitäten im Unternehmen besser zu behalten.
  • Microdocumentation (Kurzdokumentation): Die strukturierte Aufzeichnung von Kurznachrichten ermöglicht eine kontinuierliche, nebenbei ohne Aufwand entstehende, zentral verfügbare Dokumentation von Ereignissen, Entscheidungen, Ideen, Lösungen etc. die bisher im allgemeinen Durcheinander von Notizen, E-Mail, Instant-Messages untergegangen sind oder zumindest nur mit hohem Aufwand erstellbar war.
  • Microlearning (Lernen in kleinen Einheiten): Die Verfügbarkeit einer bis dato nicht verfügbaren Mikro-Dokumentation erleichtert spätere Lernprozesse, z.B. bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter oder dem De-briefing von Projekten.

Daraus ergeben sich eine ganze Reihe von Einsatzgebieten für das Microblogging, wobei jedes für sich seinen eigenen Nutzen birgt. Hier einige Beispiele:

  • Kommunikation und Dokumentation in Projekten
  • Begleitung von Veränderungs- und Strategieprozessen im Management
  • Dokumentation von Kundenkontakten im Vertrieb und Support
  • Kontinuierliche Dokumentation von technischen Systemen, wie z.B. komplexen Anlagen oder IT-Systemen i.S.e. Maschinenhandbuchs
  • Schichttagebücher in der Produktion
  • die Koordination von Redaktionsprozessen im Team
  • u.v.a.m.

Reine Micromessaging-System wie z.B. Twitter, Yammer, Laconica oder Socialcast sind durch ihre Konzentration auf den schnellen Austausch von Kurznachrichten im Kontaktnetzwerk jedoch nicht geeignet, das volle Potential von Microblogging im Unternehmen zu heben.

Deshalb arbeitet derzeit ein Entwicklerteam bei Communardo mit Hochdruck an der Entwicklung eines Microblogging-Dienstes für Unternehmen. Communote.com wird wesentliche Ansätze von Blogging, Messaging und Tagging zu einem neuartigen Dienst kombinieren.

In den nächsten Wochen werden wir in diesem Blog und auf Konferenzen und Barcamps mehr über Communote und die betrieblichen Einsatzgebiete von Microblogging berichten.

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  • Frank Wolf: Danke für die ausführliche Besprechung und ein erfolgreiches Neues Jahr!
  • Tino Schmidt: Folgende Kernaussagen lassen sich für mich aus dem Interview ableiten: Ein zentraler Punkt...
  • Lydia Heydel: Hallo Herr Roell, danke für Ihr Feedback. Hier ein Beispiel, was Ihnen vielleicht bei Ihren...
  • Martin Roell: Danke für das Interview. Die Antworten auf die Fragen danach, wie sich die Arbeit konkret...
  • Klemens Keindl: Ihre Lösung überzeugt mich sehr. Die Vorteile die ich im Unterschied zu üblichen Mitarbeiter-...

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