Die 19. Lotusphere ging gerade in Orlando zu Ende und ist gleichzeitig der Auftakt für ein spannendes Jahr 2012. Ganz besonders interessieren uns natürlich die angekündigten Neuerungen, die in die nächste Version der Social Software Suite IBM Connections integriert werden.
Fast man die Information der verschiedenen Blogbeiträge von Peter Schütt (Beitrag), Barb Mosher (Beitrag) und Henrik Lausten (Beitrag) zusammen, hat IBM mit Connections Next in der Version 4.0 die Social Software Suite für Unternehmen erschaffen.
Doch was steckt hinter diese großartigen Weiterentwicklung? Artikel vollständig lesen »
Und warum versteckt sich dieser Beitrag hinter einem Communardo Adventskalender-Türchen?
Gerade in der Weihnachtszeit nutze ich die verschiedenen Online Shops, wie Amazon, Cyberport oder Ebay, um einige Geschenke für das Weihnachtsfest zu bestellen.
Dabei sehe ich mir verschiedene Artikel in den Shops an, setze das eine oder andere Produkt auf die Merkliste und schweife getrieben von neuen Ideen am nächsten Tag durch das Internet.
Tino Schmidt |
Hallo Frau Heydel,
vielen Dank, dass Sie heute für ein Interview zum Einsatz von Enterprise 2.0 in Ihrem Unternehmen zur Verfügung stehen. Mit Blick auf die Einführung und Nutzung von Social Software bei Ihnen, würde ich Ihnen gerne 5 Fragen zum Thema Enterprise 2.0 stellen. Dies bringt mich auch zu meiner ersten Frage: Wann sind Sie zum ersten Mal mit Enterprise 2.0 in Berührung gekommen?
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![]() Lydia Heydel |
Das war vor über einem Jahr mit den ersten Rückmeldungen unserer Kollegen von der KnowTech. |
Tino Schmidt |
An was denken Sie spontan, wenn Sie sich daran erinnern, wie Ihre Kollegen von der KnowTech wiederkamen? Was haben Sie damals mit dem Begriff Enterprise 2.0 verbunden? |
![]() Lydia Heydel |
Wir haben damit verbunden, dass es ein wettbewerbsrelevanter Zukunftstrend ist und gleichzeitig eine große Chance, Arbeitsumfelder mitsamt der Unternehmenskultur sehr smart und agil zu entwickeln. Enterprise 2.0 ist eine Antwort auf die Herausforderungen des permanenten Wandels von Marktanforderungen, der demografischen Entwicklung etc., denen sich Unternehmen stellen müssen. Das hat uns viel Lust auf das Thema gemacht.
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Tino Schmidt |
Bei Ihnen wurde Anfang des Jahres eine Social Intranet Plattform auf Basis von IBM Connections und Quickr eingeführt, mit der Sie die Methoden des Enterprise 2.0 im eigenen Unternehmen nutzen können. Für welche Aufgaben setzen Sie Ihr Social Intranet auf Basis von IBM Connections und Quickr heute ein?
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![]() Lydia Heydel |
Es ist nicht nur ein aufgabenzentrierter Einsatz, den wir pflegen. Wir haben eher danach gesehen, wie wir die Lösung in unsere Struktur und unsere Prozesse einfließen lassen können, dass wir das gesamtunternehmerische Ziel, das wir als Managementberatung haben, bestmöglich erreichen können. D.h. dass sich der Einsatz natürlich auf bestimmte Aufgaben, wie Aktivitätensteuerung, Informationsaustausch, Blogs schreiben, Foren pflegen, bezieht. Aus unserer Sicht ist die ganzheitliche systemische Perspektive entscheidend, um die Software nicht nur als Wissensplattform nutzbar zu machen, sondern als nicht zuletzt kulturellen Treiber der Unternehmensausrichtung. Der Einsatz in unserem Haus spielt auf das Ziel des organisationalen Lernens für mehr Innovation und Qualität ein. Die Struktur des Systems und die Art und Weise, wie wir damit umgehen, ist praktisch dieser strategischen Zielausrichtung untergeordnet, was teils durch bestimmte Umgangsregeln unterstützt und in regelmäßigen Dialogen insbesondere im Rahmen der Einführung reflektiert wird.
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Tino Schmidt |
Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Wie hat denn Connections und Quickr ihre persönliche Arbeit verändert? |
![]() Lydia Heydel |
Auch unser Arbeitsfeld wird mit den Herausforderungen unserer Kunden immer komplexer. Die Technologie hilft uns, reflexiver und gleichzeitig flexibler zu arbeiten und in Projekten auf die Intelligenz der Kollegen zurückzugreifen. Die Veränderung der Arbeitsweise ist insbesondere eine kulturelle Veränderung, wie wir miteinander umgehen. Heute bereiten wir Inhalte anders auf, überlegen, wie sie anderen zugänglich werden. Es ist eine schnelle, moderne Arbeitsweise in Blogs, Foren, Wikis und den anderen Tools, die Spaß macht.
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Tino Schmidt |
Dies ist ein wichtiger Faktor. Dann fällt es viel leichter, Informationen schneller zu verteilen. |
![]() Lydia Heydel |
Vor allem auch in höherer Qualität. Ich finde schon, dass wir eine Qualitätssteigerung bei der Entwicklung von Wissen geschafft haben. Die Art und Weise, wie der Austausch stattfindet, um zu einem bestimmten Ziel zu kommen, um Methoden zu verbessern, neue Ideen zu generieren und auf einem höheren Niveau die Anfragen schneller lösen zu können, finde ich interessant. Der Spaßfaktor dahinter entsteht, wenn zum einen Vertrauen gegenüber der Technologie wächst und damit die Zuversicht, dass man hierin fündig wird, wenn man etwas wissen oder entwickeln will und zum anderen, wenn man den Sinn verinnerlicht, welchen Beitrag man selbst mit Hilfe der Software leisten kann, um die unternehmerischen Ziele zu erreichen. Aus meiner Sicht ist diese Verknüpfung entscheidend. Fehlt sie, wird die Technologie eher als zusätzliche Belastung empfunden und der Widerstand steigt.
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Tino Schmidt |
Wie haben Sie Ihre Arbeit vor Einführung des Systems erlebt? Können Sie dies gegenüberstellen? |
![]() Lydia Heydel |
Unsere Arbeit war schon vor der Einführung von starkem Austausch geprägt und dem Bedürfnis, informiert zu sein. Der große Unterschied war, dass sich trotzdem nicht jeder ausreichend informiert gefühlt hat, um sicher Entscheidungen treffen zu können. Das führt zu einem eher reaktiven, wenig eigeninitiativen Verhalten. Der Mut, selbstständig zu agieren war geringer. Das können wir heute schon ein stückweit aufheben.
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Tino Schmidt |
Dies ist auch eine schöne Erkenntnis, dass die Lösung dazu geführt hat, dass Informationen ganzheitlich und transparent für jeden zur Verfügung stehen und jeder auch auf Basis dieser vorhandenen Informationen selbstständiger agieren und Entscheidungen treffen kann.
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![]() Lydia Heydel |
Ja. |
Tino Schmidt |
Welche Chancen verbinden Sie mit dieser Lösung zukünftig? |
![]() Lydia Heydel |
Ich glaube, die Chance besteht nicht so sehr darin, die Technologie an sich zu haben. Es kommt nicht darauf an zu klären, welche es konkret ausgewählt wird. Die Chance ist vielmehr, herauszuarbeiten, wie sie ganzheitlich im Sinne der strategischen Ziele zum Einsatz kommt. Aus unserer Sicht wird nicht derjenige erfolgreich sein, der über moderne Technologien verfügt, sondern derjenige, dem es gelingt, sie zielwirksam nutzbar zu machen.
Enterprise 2.0 ist mehr als eine Technologie. Es geht darum, sie verankert im strategischen Rahmen der Unternehmensziele und Zukunftsausrichtung zum systemischen Treiber einer Dialogkultur für mehr Wachstum, Qualität und Innovation zu entwickeln. In Verbindung mit der Kulturentwicklung eröffnet sich die Chance, die Software im täglichen Tun sowohl analog als auch digitalisiert zum Rahmen einer bereichsübergreifend lernenden und innovierenden Organisation zu integrieren.
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Tino Schmidt |
Das klingt sehr spannend. Eine Frage für mich wäre noch in die Zukunft gerichtet. Welche Ziele verfolgen Sie aktuell und welche Ziele verbinden Sie dann auch mit einer solchen Lösung auf Basis von IBM Connections?
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![]() Lydia Heydel |
Wir persönlich bei Contas verfolgen das Ziel, unser Lernen zu beschleunigen und auf ein höheres Niveau zu setzen und personenunabhängig organisational zu verankern. Wir wollen unsere Kompetenzentwicklung und Innovationsstärke auf gleichbleibender Qualität und mit höherer Geschwindigkeit entwickeln, auch wenn projektgetrieben eine Fluktuation der Mitarbeiter vorhanden ist. Connections ist dafür gut geeignet, um den Dialog in Foren zu ermöglichen, Wissen in Wikis zu extrahieren oder Projektstories in Blogs entstehen zu lassen, welchen Dokumente, Wikis etc. untergeordnet sind und damit auch das Kontextverständnis zu bestimmten Projekten transparenter zu machen.
Unser Ziel ist ein starkes Netzwerk über alle Bereiche hinweg, welches einen übergeordneten Innovationsprozess praktisch nicht mehr notwendig macht, da das Lernen in jeder einzelnen Arbeitszelle möglich wird und damit auch das Generieren neuer Kundenlösungen, die besser sind als bekannte Methoden. Die Frage, wie sich Dialogräume etablieren, in denen sowohl analog als auch digital Neues entstehen kann und gleichzeitig die Kollaborationskultur treibt, birgt ein enormes Potenzial.
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Tino Schmidt |
Frau Heydel, ich danke Ihnen für das spannenden Interview und freue mich darüber, mehr über Ihre Erfahrungen mit gelebten Enterprise 2.0 auf Basis von IBM Connections hören zu können. |

Facebook oder andere soziale Netzwerke sind in aller Munde. Kaum eine Diskussion führt an diesem Thema vorbei. Aus der privaten Nutzung heraus entdecken Unternehmen, wie sie mit einem Corporate Facebook gezielt die Transparenz und Kommunikation im Unternehmen verbessern, wie sie ihre Mitarbeiter zur Zusammenarbeit und Problemlösung vernetzen und wie sie das Wissensmanagement im Unternehmen positiv beeinflussen können.
Aus dem Finaki-Report geht z.B. hervor, dass über 90 Prozent der befragten CIOs ‘Corporate Facebook’ für eine gute oder sehr gute Plattform für firmeninternes Wissensmanagement halten. (Quelle)
Die verschiedenen Möglichkeiten des Corporate Facebook, die den Mitarbeitern im Rahmen einer solchen Lösung zur Verfügung stehen, wirken dabei als Beschleuniger.
In den nächsten Abschnitten erfahren Sie, aus welchen Elementen ein Corporate Facebook besteht und welche Wirkung diese im Unternehmen entfalten können.
Die Zukunft des Intranets ist mobil. Packen Sie Ihre Kollegen in die Tasche und nutzen Sie persönliches Enterprise Social Network unterwegs.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie in Ihrem Unternehmen ein modernes Intranet nutzen können, Sie aber noch ihre E-Mails im Push-Verfahren auf das Smartphone erhalten? Kennen Sie das Gefühl, trotz mobiler E-Mail unterwegs von Ihren Kollegen abgeschnitten zu sein? Sind Ihre Mitarbeiter oft bei Kunden unterwegs und arbeiten überwiegend außerhalb des Unternehmens?
Intranet 2.0 – Aus der Entstehung des Web 2.0 und der breiten Diskussion des Enterprise 2.0 Begriffes haben sich moderne Systeme entwickelt, die die klassischen Intranets in Unternehmen zu modernen, virtuellen Umgebungen der Zusammenarbeit und Kommunikation weiterentwickelt haben. Diese Systeme lassen sich für eine Vielzahl von Problemen zielführend einsetzen, indem sie die erprobten Konzepte des Web 2.0 im Unternehmenskontext nutzbar machen.
Doch welche Konzepte führen zu mehr Kommunikation und Zusammenarbeit im Unternehmen? McAfee prägte dazu 2006 das Akronym SLATES für Search, Links, Authoring, Tags, Extensions und Signlas. Was sich hinter diesen und noch weiteren Prinzipen wie “Corporate Social Networks” verbirgt, werde ich nun kurz vorstellen.
Für viele Menschen ist das World Wide Web zur Selbstverständlichkeit geworden. Täglich wird es mehrmals genutzt. Durch das Aufkommen verschiedener Dienste ist es gerade in den letzten Jahren nahezu explodiert, es gibt eigentlich nichts, was man nicht im Internet sehen, erleben und nutzen kann. Diese Fülle an Informationen und Diensten aber auch moderner Technologien haben dazu geführt, dass sich das Web in den letzten Jahren selbst neu erfunden hat. Diese Entwicklung hat die Basis für neuartige Applikationen geschaffen, die Daten und Services unterschiedlicher Quellen miteinander verknüpfen und so neue Informationen, Zusammenhänge und Dienste bilden.
| Frank Wolf: Danke für die ausführliche Besprechung und ein erfolgreiches Neues Jahr! |
| Tino Schmidt: Folgende Kernaussagen lassen sich für mich aus dem Interview ableiten: Ein zentraler Punkt... |
| Lydia Heydel: Hallo Herr Roell, danke für Ihr Feedback. Hier ein Beispiel, was Ihnen vielleicht bei Ihren... |
| Martin Roell: Danke für das Interview. Die Antworten auf die Fragen danach, wie sich die Arbeit konkret... |
| Klemens Keindl: Ihre Lösung überzeugt mich sehr. Die Vorteile die ich im Unterschied zu üblichen Mitarbeiter-... |