Human Network Competence

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Digitale Transformation und der Mensch im Fokus

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Danke Human Resources Manager für die Blogparade: Was hat HR mit der verdammten digitalen Transformation zu tun? .

  • Mein erster Gedanke: „Natürlich eine Menge. Wer wenn nicht der Personalbereich kümmert sich um die Menschen im Unternehmen?“
  • Mein zweiter Gedanke: „Aber nicht nur HR. Es sind interdisziplinäre Teams und letztendlich wir alle gefragt, diesen Wandel der Arbeitswelt zu gestalten.“

Doch hier geht es um #ZukunftHR und deshalb werde ich in den „Verantwortungsbereich“ des HR`s hineinzoomen und die Herausforderungen der digital vernetzten Zusammenarbeit sowie das Feld der notwendigen Kompetenzen für die Digitale Transformation streifen.

HR als Mitgestalter der Digitalen Transformation

Die Digitale Transformation erfordert ein Umdenken auf vielen Ebenen im Unternehmen. Für diese Neugestaltung und die geänderte Art wie wir zukünftig zusammenarbeiten, brauchen Unternehmen Experten, um eine Vielzahl strategischer Maßnahmen umzusetzen, und zwar mit dem nötigen Feingefühl für Menschen und ihre Bedürfnisse.

Verwalter&Gestalter

Damit kommt für den HR-Bereich neben den weiterhin wichtigen (administrativen) Aufgaben, eine neue Aufgabe hinzu und dieser wird damit zu einer gestaltenden Kraft in der Digitalen Transformation. Ob im Rahmen des Talentmanagements oder dem Formen einer neuen Arbeitskultur oder der Etablierung der digital, vernetzten Zusammenarbeit – es gilt die Fäden rund um den Menschen und die nutzbringende Ausgestaltung seiner Arbeitsumgebung (Empfehlung: e-Book „Die Perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter“) zusammenzuhalten.

reale Distanz vs. digitale Nähe

Zoomt man hinein in das Themenfeld „digital, vernetzter Zusammenarbeit“ ist zu erkennen, dass vor allem die kommunikationsorientierte Teamarbeit im Arbeitsalltag einen größeren Raum einnimmt. Ein durch die Globalisierung und Digitalisierung hervorgerufenes Phänomen stellt uns Menschen dabei im Miteinander vor besondere Herausforderungen.

Während wir mit Kollegen verteilt auf der ganzen Welt im Büro, auf der Parkbank oder im Zug zusammenarbeiten, empfinden wir ein starke Distanz. Wir können dem Anderen nicht die Hand reichen, nicht über die Schulter schauen oder schnell mal zusammen einen Kaffee trinken gehen. Wir können nur sehr schwer mit dieser realen Distanz und der fehlenden körperlichen Präsenz eine Vertrauensebene aufbauen und eine gemeinsame Teamidendität entwickeln, die wiederum ein Erfolgsfaktor für leistungsfähige Teams ist.

realeDistanz-vs-digitalNähe

Auf der anderen Seite bin ich durch die verfügbare Präsenzinformation im Chatfenster, die Wiki-Seite mit ersten Gedanken zu einem neuen Thema und die offene Diskussion im Microblog zur neusten Umstrukturierung noch nie so nah dran gewesen am Arbeitsalltag so vieler Kollegen, Kunden und Partner – meines ständig wachsenden Netzwerks.

Um mit diesen Phänomen umgehen zu lernen und einen gesunden Ausgleich zwischen realer und virtueller Realität zu schaffen, benötigen wir verbindende Aktivitäten. Und dies wird zu einer der Schlüsselqualifikationen der Digital Leader von morgen werden. Dafür zu sorgen, dass es dem Team gut geht und dass die Kollegen je nach Typ und Bedürfnis eine Einbindung ins Team erleben.

Doch wie lernt man so etwas, wo man doch selbst damit zu tun hat und mittendrin ist im Phänomen der nie abreißenden Webkonferenzen mit permanenten technischen Störungen?

Hier kommt HR ins Spiel: Das Bewusstsein für die Auswirkungen verteilter und digital, vernetzter Zusammenarbeit für alle im Unternehmen zu schärfen und Qualifizierungsprogramme anzubieten, die nicht nur die Befähigung für den Umgang mit den Technologien zum Inhalt haben.

Ressource Mensch: Wartung & Release-Updates

Am Montag auf der Veranstaltung „auf AUGENHÖHE im Dialog“ machte Erfried Pahlen den Teilnehmern einen wichtigen Fakt deutlich:

Damit Maschinen verlässlich laufen und nicht so schnell kaputt gehen, gibt es Wartungszeiten in der die Maschine ausgeschaltet und gepflegt wird.

Wir sind keine Maschinen. Doch nehmen wir uns die Zeit im Rahmen unserer Arbeit für Ruhephasen? Wie viel Pflege ist in der betriebswirtschaftlichen Planung der Ressource Mensch zugeteilt?

Kompetenzen-durch-Befähigung-u-Erfahrung

Um im Bild zu bleiben. Mehr denn je stellt uns die Dynamik des gesellschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Wandels vor die Herausforderung, dass wir die Fähigkeiten für die Erfordernisse der digitalen Arbeitswelt erst erlangen müssen. Wir können nicht einfach ein neues Release einspielen und dann entsprechen wir per Update den neuen Anforderungen.

Zum Themenfeld „Personalentwicklung“ gehört daher ergänzend zu den auf jahrelangen Erfahrungen basierenden Qualifizierungsprogrammen, dass die Möglichkeiten der digital, vernetzen Zusammenarbeit quasi selbst implizit als Raum zum „Lernen von einander“ geöffnet und genutzt werden. Das Modell 70-20-10 zeigt, dass ein signifikanter Teil unserer Lernerfolge durch informelles Lernen wie z.B. durch das gemeinsame Lösen von Problemen, den Austausch von Erfahrungen und durch Ausprobieren erzielt wird.

Kompetenzfelder

Digital, vernetzte Zusammenarbeit haben die meisten von uns nicht mit der Muttermilch aufgesogen. Und nicht nur die „Alten“ sondern auch die Generationen Y, Z, … benötigen Kompetenzen, um gemeinsam Werte schaffen zu können. Dabei ist es mit reinen Funktionsschulungen für neue IT-Werkzeuge nicht getan. Vielmehr geht es darum eine Verhaltensänderung zu fördern, die nur möglich ist, wenn sich alle Kollegen befähigt fühlen.
Je nach Zielgruppe und Aufgabenumfeld ist die Entwicklung folgender Kompetenzfelder notwendig:

  • Technologiekompetenz
  • Informationskompetenz
  • Führungskompetenz
  • Sozialkompetenz
  • Methodenkompetenz

Zukunft HR

Welche Rolle spielt HR vor allem im Rahmen der digitalen Transformation?

Eine strategische und verbindende Rolle. Um die digitale Transformation eines Unternehmens voranbringen zu können und die Formen der Arbeit, die reale und digitale Arbeitsumgebung und die Belegschaft auf einen neuen Kurs zu bringen, braucht es eine ganze Perlenkette an ineinander greifenden Aktivitäten. HR spielt genau dort eine gestaltende Rolle, wenn das Instrumentarium des Change Managements beherrscht und gespielt wird.

Als Beispiel hervorzuheben sei hier Axel Springer SE, wo federführend das Change Team des HR-Bereiches mit der internen Kampagne „move – Dialog. Wissen.Machen“ den Veränderungsprozess des Unternehmens vorantreibt.

AS-SE_move

Quelle: twitterkanal #asmove

Zu den Herausforderungen in der Kommunikation mit den Mitarbeitern diese Digitalisierungsstrategie mit der Einführung einer „digitalen Arbeitsumgebung“ zu verbinden, berichtete uns Kati Sünderhauf bereits 2014 im E20-Rundflug „Social Collaboration & Change Communication“.

Das alles kann der HR-Bereich nicht allein bewältigen: Er ist angewiesen auf die enge Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team. Neben dem HR sind Technologie               (-Experten in der IT) und Kommunikation (-Experten in der UK) von strategischer Bedeutung. In meinen Projekten als „Beraterin und Begleiterin der Digitalen Transformation“ entdecke ich hier oft die größten Fallstricke. Denn es erfordert den Willen und die Geduld sich auf die Welt des jeweils Anderen einzulassen, da schon allein die Fachsprachen der einzelne Expertenbereiche unterschiedlicher nicht sein können. Deshalb gehört es in meinem Projekten dazu zwischen diesen Welten zu übersetzen und zu vermitteln.

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